Prosa

       sinnlich, fatal und pointiert



Champignons à la greque - Eine Mordsgeschichte

"... Wenn Robert lacht, lacht sein ganzer Körper, seine Mundwinkel verziehen sich fast bis hin zu den Ohren, die wiederum leicht abwärts rutschen. Er kiekst erst ein paar Mal bis sein Lachen aus dem Bauch heraus, welcher fröhlich mithüpft, immer stärker anschwillt. Seine Hände schnellen nach oben und die Füße wippen mit.
Man sagt, dass nichts so ansteckend sei, wie das Lachen. Nun, Roberts Lachen ist  besonders ansteckend. Wenn irgendwo in der Firma eine Gruppe Menschen herzhaft lacht, so kann man davon ausgehen, dass Robert es ausgelöst hat.

So, wie vor zwei Jahren, als sie einen Betriebsausflug nach Prag unternahmen. Eigentlich wollte Markus alleine mitfahren. Doch Katharina bettelte so lange darum mitzukommen, dass er schließlich einwilligte. Warum hatte er sich nur weich klopfen lassen. Es könnte alles noch in Ordnung sein. Sie wäre Robert nie über den Weg gelaufen ..."

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Das sinnliche Meer

"... Sie hielten mit dem Auto oberhalb der Steilküste und gingen den schmalen, steilen Weg zum Strand hinunter. Plötzlich blieb Julia stehen und legte die Hand
auf Fabians Schulter.
„Das Meer singt - hörst du es?“
Fabian lauschte: „Du meinst, es rauscht!“
„Nein, es ist als ob im Rauschen eine Melodie zu erkennen ist ...“

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Meeres-Raunen

"... Heute zeigte sich der April von seiner sonnigen Seite, sogar dem Wind - und in Flensburg war es eigentlich immer windig – war wohl die Puste ausgegangen. Sofia, die mit dem Bus auf dem Weg in die Innenstadt war, schob ihren linken Jackenärmel etwas hoch, streckte die Hand etwas vor und blickte verstohlen auf den Ringfinger. – Endlich! Fast 3 Jahre war sie nun mit Uwe zusammen, schon lange träumte sie von einer Verlobung, hatte sich allerdings nie getraut, darüber mit ihm zu reden. Sie hielt die Hand etwas höher, der schmale goldene Ring blinkte im Sonnenlicht auf, das durch das Bus-Fenster schien. Es vergoldete auch ihre blonden Haare, die glatt über die schmalen Schultern hingen und ließ ihre blauen Augen türkisfarben leuchten. Sie lächelte, nachher würde sie Medi im Café Charlott treffen und ihr den Ring zeigen. Medi war nur der Spitzname, eigentlich hieß sie Madeleine. „Große Straße!“ tönte es aus dem Lautsprecher. Sie erhob sich, um auszusteigen ..."

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Das Versteck - Eine Gänsehaut-Geschichte

"... Jonas hörte seine Mutter; doch er traute sich nicht zu antworten, denn da war noch ein anderes Geräusch, ein leises Knurren, dass immer stärker wurde. Ihm war unheimlich, denn er war sich sicher, dass der Wolf in der Nähe war. Er igelte sich noch mehr ein. - Da ein lautes Bellen. Er hielt sich mit den Händen die Ohren zu - ich muss ganz still sein...

nur, wenn ich ganz ruhig bin...
wenn der Wolf fort ist, holt mich meine Mama hier raus ..."

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Kristallener Regen

Am Freitag Nachmittag schien die Sonne in das Wohnzimmer, ihre Strahlen brachen sich in einer Kristallkugel und tanzten farbenfroh an den Wänden, in den Regalen, auf dem Fußboden. Ich legte eine CD auf (Maria Callas) und hockte mich
in den Lichtertanz, sah aus dem Fenster.

Starker Wind fuhr durch die Äste eines Tannenbaumes auf der gegenüber- liegenden Seite der Straße. An den Tannennadeln hingen Regentropfen,
die in der Sonne glitzerten und mit dem Feuer der Kristallkugel wetteiferten ...

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zum Frieden: Sei friedlich!"


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