Die besten Bücher der Welt

Nach welchen Kriterien werden Schriftsteller und ihre Werke beurteilt? - Welche Bücher werden gelesen?

Auf der Liste der besten Bücher der Welt stehen gerade mal 4 Schriftsteller, die den Nobelpreis für Literatur erhalten haben: Thomas Mann, Günther Grass, Ernest Hemingway und Albert Camus.

Der Nobelpreis wird erst seit 1901 verliehen. Etliche Bücher auf dieser Liste sind jedoch einige hundert Jahre alt "Tausend und eine Nacht", das "Decameron" und so kann nur ein subjektives Bild entstehen, inwiefern sich ein Literatur-Preis auf die Aufnahme in diese Liste auswirkt und doch spiegelt sie wider, dass es da noch andere Kriterien gibt, nach denen Bücher beurteilt und gelesen werden.

Das beste Buch der Welt ist Don Quixote, die Geschichte des "Ritters von der traurigen Gestalt" von Miguel de Cervantes Saavedra.

Zu der Abstimmung hatten das Nobel-Institut und norwegische Buchclubs aufgerufen. Unter den Autoren, die ihre Stimme abgaben, waren V. S. Naipaul, Siegfried Lenz, Cees Nooteboom, Salman Rushdie, Wole Soyinka, Christa Wolf, Paul Auster und Milan Kundera.  Die 100 Bücher mit den meisten Stimmen sind in einer Weltbibliothek zusammengestellt worden.

Viele dieser Bücher sind Märchen und Erzählungen, die über Jahrhunderte durch ihren einzigartigen Charme bezaubern. Wie würden sie heute von Literatur-Kritikern beurteilt werden? 

Wie werden wir bei der Auswahl der Bücher beeinflusst?
Reclam Leipzig 1830Es könnte die Vorliebe für ein bestimmtes Genre, einen lieb gewonnenen Schriftsteller sein. Seit es Bestseller-Listen gibt, verlassen wir uns nur allzugern aus Bequemlichkeit auf diese Art der Vor-Auswahl und erhöhen damit das Bestseller-Ranking, die Verkaufszahlen steigen unabhängig davon, ob dieser "Bestseller" tatsächlich unserem individuellen Lesegeschmack entspricht. Erfolgversprechender ist da wohl die Mund-zu-Mund-Propaganda: "... läßt du dir einen Bart wachsen?" - "Nein, kam nicht zum rasieren, dieses Buch ..."

Alles nur eine Frage der Perspektive!



Über die 100 besten Bücher der Welt Eine Auswahl
Don Quixote

Das beste Buch der Welt ist
"Don Quixote", die Geschichte des
"Ritters von der traurigen Gestalt"

von Miguel de Cervantes Saavedra.


"... que hay algunos que se cansan en saber y averiguar cosas que, después de sabidas y averiguadas, no importan un ardite al entendimiento ni a la memoria."

Übersetzung:
".. es gibt einige, die sich darin genügen Dinge zu lernen und zu erforschen, die, einmal gewußt und überprüft, kein Jota unserem Verständnis oder unserem Gedächtnis hinzufügen."

Der Roman (1605 und 1615) über Leben und Taten des scharfsinnigen Junkers Don Quixote von der Mancha, kurz Don Quixote, ist das bekannteste Werk der spanischsprachigen Literatur.

Seine Parodie auf die Ritterromane im zeitgenössischen Spanien, machte ihn weltberühmt ...

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Hans Christian Andersen
"Andersens Märchen"
Hans Christian Andersen
(1805 - 1875)


Hans Christian Andersen hat insgesamt
156 Märchen geschrieben.

Geboren am 2. April 1805 als Sohn eines armen Schusters in Odense auf der Insel Fünen, hat sich Andersen an die Weltspitze geschrieben.

Weniger bekannt ist, dass der Weltbürger - er war ständig auf Reisen - auch erfolgreich Gedichte, Romane und Dramen veröffentlichte.

"Die Folianten vergilben, der Städte gelehrter Glanz erbleicht, aber das Buch der Natur erhält jedes Jahr eine neue Auflage."

Charles Dickens"Große Erwartungen"
Charles Dickens
(1812 - 1870)

wurde am 7.2. in Landport bei Portsmouth geboren, wuchs in Chatham auf, und lebte
ab 1822 in London.

"Wenn es keine schlechten Menschen gäbe, gäbe es keine guten Juristen."

Seine ersten Romane entstanden als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen, oft schrieb er an mehreren gleichzeitig ...

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Edgar alan Poe
"Erzählungen"
Edgar Allan Poe
(1809 - 1849)

entfaltet in seinen faszinierenden unheimlichen Horrorgeschichten eine unglaubliche Erfindungskraft mit der er
sich in die tiefsten Regionen des Unterbewussten wagt. 

"Nicht in der Erkenntnis liegt das Glück, sondern im Erwerben der Erkenntnis."

Er gilt als einer der größten Experten der Angst in der Literaturgeschichte ...

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Jonathan Swift
"Gullivers Reisen"
Jonathan Swift (1667 - 1745)


Jonathan Swift war anglikanischer Geistlicher und nahm teil an den politischen Kämpfen
in England (anfangs auf Seiten der Whigs, seit 1710 bei denTories) 


Er war ein leidenschaftlicher und sensibler Mensch und ist Englands größter Satiriker und Meister englischer Prosa.
Aus Rache wurde zum Kinderbuch-Autor degradiert ...

"Nur sehr wenige leben wirklich in der Gegenwart, die meisten bereiten sich vor, demnächst zu leben."


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Astrid Lindgren"Pippi Langstrumpf"
Astrid Lingren (1907 - 2002)


ließ ihre Lebenserfahrungen - die glückliche Kindheit, die eigene Aufmüpfigkeit und ihre frühe Mutterschaft in ihre Kinderbücher einfließen.

"Wenn Menschen Kinder oder auch Tiere quälen, möchte ich wie ein Tiger auf die Missetäter springen und sie packen."

Alle Werke Lindgrens haben eines gemeinsam:
Das uneingeschränkte Engagement für die freie Entfaltung und die eigene Welt der Kinder ...

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Mark Twain
"Die Abenteuer des
Huckleberry Finn"
Mark Twain (1835 - 1910)


"Wenn wir bedenken, daß wir alle verrückt sind, ist das Leben erklärt."

Mark Twain ( Samuel Longhorne Clemens) wuchs zunächst in der kleinen Stadt Florida (Missouri) auf. 1839 zog die Familie nach Hannibal. Diese Stadt diente als Vorlage für
St. Petersburg in dem Roman "Tom Sawyer".

1847 brach Twain die Schule ab, da sein Vater gestorben war. Er begann eine Lehre als Schriftsetzer, schrieb Geschichten und kleinere Artikel. Mit 17 Jahren begab sich Mark Twain auf Wanderschaft, reiste zur Ostküste ...

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Giovanni Boccaccio
"Dekameron"
Giovanni Boccaccio (1313 - 1375)


italienischer Erzähler und Humanist,
studierte Jura, lebte in Neapel, später
arbeitete er als Notar und Richter in Florenz.


"Wer Tugend lügt, kann Laster treiben und dennoch unbescholten bleiben."

Sein weltberühmtes Hauptwerk das "Decameron" übte
einen entscheidenden Einfluß auf die italienische
Kunstprosa aus ... »

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Tausend und eine Nacht
"Tausend und eine Nacht"

Arabische Erzählungen
aus Indien, Iran, Irak und Ägypten
 (zwischen 700 - 1500)





"Freigebigkeit wird deinen Reichtum nicht aufzehren, wenn er dir wohl will; und Geiz wird dein Gut nicht halten, wenn es dir den Rücken kehrt."


Es gibt eine Stelle aus den "Goldenen Wiesen" von Mafudi, einem Historiker aus dem 10. Jahrhundert, in welcher von verschiedenen wunderbaren Erzählungen die Rede ist und wo es heißt: "Manche betrachten diese Erzählungen als eine Fiktion, gleich dem Buche "1000 Märchen", welches gewöhnlich "1000 Nächte" genannt wird.; es ist die Geschichte des Königs, des Beziers und seiner Tochter und ihrer Amme (oder nach anderen Handschriften, Schwester), welche Schirsad und Dunjasad (Dinarsad) hießen."

Dr. Gustav Weil, ordentlicher Professor der morgen- ländischen Sprachen an der Universität Heidelberg, hat 1836 die Erzählungen aus dem Urtext vollständig und treu ins Deutsche übersetzt.

George Orwell
"1984"
George Orwell (1903 - 1950)

Schriftsteller, Essayist und Journalist.



"Das Wesentliche des Menschseins besteht darin, nicht Vollkommenheit anzustreben, sondern bereit zu sein, um Treue zu einem Menschen willen auch Sünde zu begehen, und sich darauf gefaßt zu machen, am Ende mit leeren Händen dazustehen, als unvermeidbarer Preis dafür, seine Liebe auf ein anderes Menschenwesen fixiert zu haben."


Sein bekanntestes Werk "1984" wird im Juni 1949 veröffentlicht und zählt zur Zukunftsliteratur. Einige Begriffe
und Redewendungen aus diesem Buch gingen in den Sprachgebrauch der westlichen Welt über.

"1984, Großer Bruder, big brother is watching you, doppelplusungut, Altsprech, Neusprech, Zwiedenk bzw. Doppeldenk."


Der Durchbruch gelang ihm mit der 1945 erschienenen Fabel "Farm der Tiere" (engl. Animal Farm: A Fairy Story), die das Scheitern der russischen Revolution durch den Verrat des Stalinismus an den sozialistischen Idealen beschreibt.

Auch aus diesem Buch werden einige Wendungen Gemeingut:

"Alle Tiere sind gleich, doch einige sind gleicher."

Reihenfolge alphabetisch

Achebe:
Okonkwo oder das Alte stürzt

Austen: Stolz und Vorurteil

Balzac: Vater Goriot

Beckett: Molloy; Malone stirbt;
Der Namenlose

Boccaccio: Das Dekameron

Borges: Fiktionen, Erzählungen

Brontë: Die Sturmhöhe

Camus: Der Fremde

Celan: Gedichte

Celine: Reise ans Ende der Nacht

Chaucer: Die Canterbury-Erzählungen

Conrad: Nostromo

Dante: Göttliche Komödie

Diderot: Jacques der Fatalist
und sein Herr

Döblin: Berlin Alexanderplatz

Eliot: Middlemarch

Ellison: Der unsichtbare Mann

Euripides: Medea

Faulkner: Absalom, Absalom!

Faulkner: Schall und Wahn

García Lorca: Zigeuner-Romanzen

Goethe: Faust

Gogol: Die toten Seelen

Grass: Die Blechtrommel

Guimaraes Rosa: Grande Sertão

Hamsun: Hunger

Hemingway: Der alte Mann
und das Meer

Homer: Ilias

Homer: Odyssee

Ibsen: Nora oder Ein Puppenhaus

Das Buch Hiob

Joyce: Ulysses

Kalidasa: Sakuntala

Kawabata: Ein Kirschbaum im Winter

Kazantzakis: Alexis Sorbas

Lawrence: Söhne und Liebhaber

Laxness: Sein eigener Herr

Leopardi: Gedichte

Lu Xun: Erzählungen

Mahabharata

Machfus: Die Kinder unseres Viertels

Melville: Moby Dick

Montaigne: Essays

Morante: La Storia

Murasaki: Die Geschichte vom
Prinzen Genji

Musil: Der Mann ohne Eigenschaften

Nabokov: Lolita

Njaals Saga (Island)

Ovid: Metamorphosen

Pessoa: Das Buch der Unruhe

Proust: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit

Rabelais: Gargantua und Pantagruel

Rulfo: Pedro Paramo

Rumi: Das Mathnawi

Rushdie: Mitternachtskinder

Saadi: Obstgarten

Salih: Zeit der Auswanderung
in den Norden

Saramago: Die Stadt der Blinden

Sophokles: Oedipus

Stendhal: Rot und Schwarz

Sterne: Leben und Meinungen von Tristram Shandy

Svevo: Zeno Cosini

Tolstoi: Krieg und Frieden

Tolstoi: Anna Karenina

Tolstoi: Der Tod des Iwan Iljitsch. Erzählungen

Tschechow: Erzählungen

Valmiki: Ramayana

Virgil: Aeneis

Whitman: Grashalme

Yourcenar: Erinnerungen des Hadrian


Quelle: www.abebooks.de


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