Portrait - Gundula Lendt

Wer, wie, was ich bin ...

Gundula Lendt

Lendt, Gundula Lendt - weiblich.
Mein Alter habe ich vergessen, es ändert sich jedes Jahr und es differiert auch stark zwischen biologischem und gefühltem Alter.

Manchmal benehme ich mich wie ein Teenager. Je nach Anlass auch wie eine Dame. Es gibt Stunden, da könnte ich die Welt umarmen und es gibt Minuten, da möchte ich mich am liebsten unterm Sofa verstecken.




Ja, ich schreibe. Schon als 9jährige kam ich auf so absurde Ideen, wie beispielsweise beim "Rummelpottlaufen" nicht einfach irgendwelche Lieder zu singen, sondern ein eigenes Lied zu schreiben. "Ich bin ein armer Cowboy und ziehe durch das Land ..."

Seit 1998 schreibe ich fast nur noch. Nachdem die Kinder sich selbst versorgen können und ich meinen sozialpädagogischen Beruf nicht mehr ausübe, tippe ich täglich etliche Zeilen. Nicht nur Kurzgeschichten entstehen, sondern auch Romane, Kabarett-Sketche und Liedtexte ...



Wie?

... meist fröhlich, unkompliziert; schaue neugierig in die Welt, diskutiere gern  über Themen wie - natürlich den Frieden - auch über Kunst und Literatur. Besonders gern über biologische Fragen. - Was verbindet uns mit Pflanzen und Tieren; wie bringe ich meinem Gehirn bei, keinen falschen Alarm auszulösen, bloß weil ich gerade ein Flugzeug besteige.

Begriffe wie der "Sonnenuntergang" können mich beschäftigen, denn die Sonne geht nicht unter! Sie bleibt wo sie ist, hoffentlich so lange ich noch lebe. Doch wie kann man etwas so Schönes wie einen Sonnenuntergang anders benennen. "Abendrot" gefällt mir, doch es ist noch da, auch wenn der Glutball Sonne nicht mehr zu sehen ist. "Aufgrund der Erdrotation verschwindet die Sonne aus unserem Blickfeld" wäre eine gute Definition. Bezeichnet aber das nur ein paar Minuten anhaltende Phänomen auch nicht exakt. Puh! - Darüber werde ich die nächste Zeit mal nachdenken ... obwohl ich blond bin.

Bei Ungerechtigkeiten versuche ich durch gute Argumente zu überzeugen. Obwohl ich keine Buddhistin bin, befinden sich auf meiner DNA Gene, die scheinbar viel über die Lebenseinstellung der Buddhisten gespeichert haben. So einige Mitmenschen schütteln den Kopf darüber, wenn sie merken, dass ich mitunter auch deren oder meinen Widersachern Verständnis entgegenbringe.

Sind meine Texte autobiografisch? - Ja ... Nein ... Ja ... Nein ... vielleicht ...
Ja ... weil die Erfahrungen und die Seele sich ständig einmischen.
Die Menschen, die mich in meinem Leben begleitet haben und werden, erkennen die autobiografischen Züge in den Texten.

Nein ... ich muss keinen Menschen umbringen, um mich in einen Mörder einfühlen zu können; oder Gruppensex zu betreiben, damit ich ihn beschreiben kann.

Vielleicht ... die Inhalte vieler, vieler Bücher, die ich gelesen habe; Filme, die ich gesehen habe sind schließlich irgendwo in meinem Hirn gespeichert, vermischen sich, bilden neue Ideen. Angereichert wird alles wohl mit dem was ich zwar nicht unbedingt selbst erfahren, aber miterlebt habe.



und so sehe ich mit 100 Jahren aus


Blick in die Zukunf
t
... und so sehe ich vielleicht mit
100 Jahren aus.

Ich wünsche mir, auch im hohen Alter unbekümmert das Leben zu genießen. Noch zu singen und dazu Mandoline zu spielen.

Neugierig das Weltgeschehen zu beobachten, mit meinen Kindern und Enkelkindern darüber zu diskutieren.

... dass mir das Essen und der Wein
noch schmeckt und gut bekommt.





Was? ... ich sonst noch so treibe? Da die Inhalte meiner Romane scheinbar das Raster der Abhak-Punkte der Lektoren ducheinanderwirbeln, muss ich mich etwas gedulden, bis die Abhak-Punkte-Liste geändert oder erweitert wird.

Bis es soweit ist und der erste Bestseller erscheint, gestalte ich Websites; bin Webdesignerin, Webmistress auf eigene Verantwortung.



Veröffentlicht wurden u. a.:

Zwei Kurzgeschichten
Das Versteck und Die Tür sind im Göttinger Almanach 1 aufgenommen worden und erscheinen demnächst im göttingerverlag
(Göttinger Literarische Gesellschaft)

"Telearbeit - Wo bleibst du?"   Kabarett-Sketch im Magazin Auguste 12  2004/2005  Georg-August-Universität, Göttingen

Das Gedicht "Spuren" in der Anthologie IV Nationalbibliothek 
für das deutschsprachige Gedicht


Online präsent:
auf der Prosa-Seite im Literaturcafe 
"In letzter Minute" - Kurzprosa

bei Literatur  Flensburg-Online  
"Das Versteck"
- Kurzprosa



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