Wer,
wie, was ich bin ...
Lendt,
Gundula Lendt
- weiblich. Mein Alter habe ich vergessen, es
ändert sich
jedes Jahr und es differiert auch stark zwischen biologischem und
gefühltem Alter. Manchmal benehme ich mich wie ein
Teenager.
Je nach Anlass auch wie eine Dame. Es gibt Stunden, da könnte
ich
die Welt umarmen und es gibt Minuten da möchte ich mich am
liebsten unterm Sofa verstecken.
Ja, ich schreibe. Schon als 9jährige kam ich auf so absurde
Ideen,
wie beispielsweise beim "Rummelpottlaufen" nicht einfach irgendwelche
Lieder zu singen, sondern ein eigenes Lied zu schreiben. "Ich bin ein
armer Cowboy und ziehe durch das Land..."
Seit etwa sechs Jahren schreibe ich fast nur noch. Nachdem die Kinder
sich selbst versorgen können und ich meinen
sozialpädagogischen Beruf nicht mehr ausübe, tippe
ich
täglich etliche Zeilen. Nicht nur Kurzgeschichten entstehen,
sondern auch Romane, Kabarett-Sketche und Liedtexte...
Wie?
... meist
fröhlich, unkompliziert; schaue neugierig in die Welt,
diskutiere
gern über Themen wie - natürlich den
Frieden - auch
über Kunst und Literatur. Besonders gern über
biologische
Fragen. - Was verbindet uns mit Pflanzen und Tieren; wie bringe ich
meinem Gehirn bei, keinen falschen Alarm auszulösen,
bloß
weil ich gerade ein Flugzeug besteige.
Begriffe wie der "Sonnenuntergang" können mich
beschäftigen,
denn die Sonne geht nicht unter! Sie bleibt wo sie ist, hoffentlich so
lange ich noch lebe. Doch wie kann man etwas so Schönes wie
einen
Sonnenuntergang anders benennen.
"Abendrot" gefällt mir, doch es ist noch da, auch wenn der
Glutball Sonne nicht mehr zu sehen ist. "Aufgrund der Erdrotation
verschwindet die Sonne aus unserem Blickfeld" wäre eine gute
Definition. Bezeichnet aber das nur ein paar Minuten anhaltende
Phänomen auch nicht exakt. Puh!
Darüber werde ich die nächste Zeit mal nachdenken ...
obwohl
ich blond bin.
Bei Ungerechtigkeiten versuche ich durch gute Argumente zu
überzeugen. Obwohl ich keine Buddhistin bin, befinden sich auf
meiner DNA Gene, die scheinbar viel über die Lebenseinstellung
der
Buddhisten gespeichert haben. So einige Mitmenschen schütteln
den
Kopf darüber, wenn sie merken, dass ich mitunter auch deren
oder
meinen Widersachern Verständnis entgegenbringe.
Sind meine Texte autobiografisch? - Ja... Nein... Ja... Nein...
vielleicht...
Ja
... weil die
Erfahrungen und die Seele sich ständig einmischen.
Die Menschen, die mich in meinem Leben begleitet haben und werden,
erkennen die autobiografischen Züge in den Texten.
Nein
... ich muss keinen Menschen umbringen, um mich in einen
Mörder
einfühlen zu können; oder Gruppensex zu betreiben,
damit ich ihn
beschreiben kann.
Vielleicht
... die Inhalte vieler, vieler Bücher, die ich gelesen habe;
Filme, die
ich gesehen habe sind schließlich irgendwo in meinem Hirn
gespeichert,
vermischen sich, bilden neue Ideen. Angereichert wird alles wohl mit
dem was ich zwar nicht unbedingt selbst erfahren, aber miterlebt habe.
Blick in die Zukunft
...und
so sehe ich vielleicht mit
100 Jahren aus.
Ich
wünsche mir, auch im hohen Alter unbekümmert das
Leben zu genießen.
Noch zu singen und dazu Mandoline zu spielen.
Neugierig
das Weltgeschehen zu beobachten, mit meinen Kindern und Enkelkindern
darüber zu diskutieren.
...dass mir das Essen und
der Wein
noch schmeckt und gut bekommt.
Was?
... ich sonst noch so treibe? Da die Inhalte meiner Romane scheinbar
das Raster der Abhak-Punkte der Lektoren ducheinanderwirbeln, muss ich
mich etwas gedulden, bis die Abhak-Punkte-Liste geändert oder
erweitert
wird.
Bis es soweit ist und der erste Bestseller
erscheint,
gestalte ich Websites; bin Webdesignerin, Webmistress auf eigene
Verantwortung.
Dann
ist da noch mein Job als "Vorleserin".
Es
bringt mir viel Freude Lese-Events zu veranstalten - je nach Inhalt
auch verkleidet.
Veröffentlicht
wurden u. a.:
Zwei Kurzgeschichten
Das Versteck
und
Die Tür
sind im
Göttinger
Almanach 1
aufgenommen worden und erscheinen demnächst im
göttingerverlag
(Göttinger
Literarische
Gesellschaft)
"Telearbeit - Wo bleibst
du?"
Kabarett-Sketch
im Magazin
Auguste 12 2004/2005
Georg-August-Universität, Göttingen
Das Gedicht
"Spuren"
in der Anthologie IV
Nationalbibliothek
für das deutschsprachige Gedicht
Online
präsent:
auf der Prosa-Seite im
Literaturcafe
"In
letzter Minute" - Kurzprosa
bei Literatur
Flensburg-Online
"Das Versteck" - Kurzprosa
Eigene
Präsentationen:
CD "Das sinnliche Meer" Kurzgeschichten
CD "Die
WeihnachtsTür" Weihnachtsgeschichten